Hareico: “3 Willies” – Original German Currywurst

Die Currywurst gilt gemeinhin als eine Berliner Spezialität. Das leckere Schweinefleischprodukt beruht auf einer Erfindung der Kriegswitwe Konnopke, die im Prenzlauer Berg mit Ketchupsaucen experimentierte. Entweder genießt man die Currywurst “mit” oder “ohne” Darm. Das ist dann eigentlich auch gleich die erste Gegenfrage, wenn man eine solche in Berlin bestellt hat: “Soll se denn mit oder ohne Darm sein ?”

Die Currywurst aus dem Hause “Hareico” ist eine ohne Darm und wurde erst jüngst auf dem deutschen Markt lanciert. Neu ist die Idee den Imbissklassiker als Fertiggericht feilzubieten allerdings nicht: In weiser Voraussicht kamen Fritz Meine und sein Metzgerteam (Handelsname “Meica”) den holsteinischen Fleischwarenfabrikanten bereits zuvor. Und doch ist der “CurryKing” von “Meica” anders konzeptioniert als das Gegenstück aus Elmshorn. Während man für die Zubereitung des “CurryKing” eine Mikrowelle braucht oder die Packung im Wasserbad erwärmt, geschieht die Zubereitung der “3 Willies” ganz nach Hausfrauenart in der Pfanne. Zudem unterscheidet sich die Wurst von “Hareico” insofern von der von “Meica”, als dass die Erstere als eine Art “Do-it-yourself – Set” angelegt ist. Die Soße beim “CurryKing” ist den Wurststückchen im Plastikpack schon beigemengt; “Hareico” hingegen schwört da voll und ganz auf das “Baukastenprinzip”.

Mit seinen “3 Willies” präsentiert sich “Hareico” verpackungstechnisch in Form einer Hochglanzfolie, die im Supermarktregal sofort ins Auge sticht. – Ja, man kann es nicht anders sagen – die Verpackung ist schön und man sieht auf den ersten Blick das hier Designprofis am Werk waren: Das Image der Currywurst soll US-Amerikanisch anmuten, deshalb bedient man sich hier auch der englischen Sprache und bildet darüber hinaus noch in geschickter Manier die Bedienkraft eines Diners ab. Höflich und züchtig mit einer Servicehaube bedeckt schaut die Dinerfrau da einen an. Gut frisiert ist sie auch, aber kommen wir nun zum Inhalt dieser “Curryinnovation”:

Lobend anzumerken ist, es ist alles top-hygienisch verpackt. Also Ärger mit der Gesundheitspolizei bekommen die von “Hareico” garantiert nicht! Die Würste machen gleich einen appetlichen Eindruck und sind in einer milchigen Folie verschweißt. Obwohl der Hersteller empfiehlt die Würste als ganze in der Pfanne zu braten, sollte man sie doch lieber erst in Stücke schneiden und dann so in der Pfanne schwenken. Das gibt so eine herrlich braune Farbe auf den Schnittflächen!

Die Fleischerei “Hareico” ist bei dem vorliegenden Produkt in Kooperation mit dem Ketchupunternehmen “Hela” getreten. Dass die “Hela Gewürzwerk Hermann Laue GmbH & Co. KG” gerne solche Kooperationen eingeht, zeigt sich unter anderem daran, dass sie eine Zeit lang ihre “Tomatenfläschchen” an Bierkästen hängen ließ: als Gratis – i-Tüpfelchen für die Barbeceue-Freunde sozusagen!

Die “3 Willies” von “Hareico” sind kurioserweise auch für Kinder und Jugendliche geeignet, denn die Ketchuptunke und das Currypulver sind nicht besonders scharf. Auch aufgrunddessen dürfte die Herstellerfirma die angepeilte Zielgruppe der “jungen Menschen” eigentlich nicht verfehlen dürfen.

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